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Leckere Kleinkind-Rüebli-Cookies // Zucker & Glutenfrei

Mein Sohn liebt es, zu knabbern. Und wie jedes Elternteil weiss, ist es grobfahrlässig das Haus ohne genügend Snacks zu verlassen. Die gekauften Baby- und Kleinkindkekse fand ich bisher immer unbefriedigend. Entweder ist der Zuckeranteil über dem, was ich als gut für mein Kind erachte oder aber die Kekse schmecken nach nichts. Deshalb habe ich etwas getüftelt und euch hier mein bisheriges Lieblingsrezept aufgeschrieben. Mein Kind liebt es. 

Mir ist es wichtig, dass mein Sohn die notwendigen Nährstoffe bekommt. Und weil er immer wieder mal Tage hat, an denen er kaum etwas am Tisch isst und lieber seinen Teller zu Boden wirft, lege ich Wert darauf, dass die Zwischenmahlzeiten ihn mit den notwendigen Spurenelementen und Vitaminen versorgen. Im Supermarkt wurde ich kaum fündig, als ich nach gesunden und nährstoffreichen Snacks für Kleinkinder suchte, die keine Unmengen Zucker enthalten. Deshalb habe ich beschlossen, meine Snacks selbst herzustellen. 

 

Wertvolles, das drin steckt:

 

Maulbeeren, aber auch andere Trockenfrüchte (besonders Datteln und Aprikosen) sind ganz hervorragende alternative Süssungsmittel. Die Maulbeere enthält viele Vitamine, darunter viel Vitamin C und das Antioxidant Redveratrol. Auch Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink und Mangan sind in ihr enthalten.

 

Hafer ist ein Alleskönner. Weil er nicht so einfach zu ernten ist, fiel er erst ganz zuletzt der Kultivierung durch den Menschen zum Opfer und ist heute deshalb ziemlich ursprünglich geblieben. Im Hafer steckt Biotin (sorgt für schönes Haar und starke Nägel), Zink,  Vitamin B1 und B6 (hilft bei Nervenentzündungen, Schwindel und Schlafstörungen), Vitamin C, Eisen, Magnesium, Silicium (wichtig für den Knochenaufbau), um nur einige zu nennen. 

 

Erdmandeln sind keine Mandeln, sondern schmecken bloss ähnlich. Eigentlich handelt es sich bei der Erdmandel aber um eine Wurzel. Was ich besonders toll finde an Erdmandeln: Sie haben einen ganz hohen Ballaststoffanteil. Dieser ist noch höher als der von Chia-Samen, und so quillt auch die Erdmandel oder das Erdmandelmehl auf und sättigt langanhaltend.

 

Amaranth liefert Lysin, eine Aminosäure, die essentiell ist für die Bildung von Kollagen – also für schöne Haut und gesunde Knochen. 

 

Buchweizen ist glutenfrei, hier im Rezept könntet ihr das Mehl auch durch Dinkelmehl ersetzen. Ich mag Buchweizen sehr gerne wegen seines nussigen Aromas. Dazu ist Buchweizen supergesund. Es enthält mehr Zink, Mangan und Kupfer als die meisten anderen Getreidesorten (wobei Buchweizen ein Pseudogetreide ist) und hält den Blutzucker stabil.

 

Ihr seht. In den Toddler-Keksen stecken jede Menge wichtige und gesunde Nährstoffe. Mein Sohn mag sie geschmacklich dazu sehr gerne. Und das Backen gehr ratzfatz. Länger als eine halbe Stunde habe ich nicht gebraucht – Sohn-Bespassen mit eingerechnet. Das Rezept ist im Übrigen von Veronika Pachalas Blog "Carrots for Claire" inspiriert. Wenn ihr noch mehr gesunde Rezepte sucht: Die Dame ist der Wahnsinn!

 

Ihr braucht:

  • 40g getrocknete Maulbeeren (oder Datteln)
  • 50g Haferflocken (glutenfrei)
  • 50g Erdmandelmehl
  • 50g Buchweizenmehl
  • 20g gepuffter Amaranth
  • 1 kleine Karotte
  • 1 EL geschälte Hanfsamen
  • 3 EL Ahornsirup (oder weniger nach Geschmack)
  • 2-4 EL Kokosöl

So wird's gemacht:

 

Zunächst weicht ihr die Maulbeeren ein. Dazu übergiesst ihr sie mit warmem Wasser, sodass sie bedeckt sind. Ich lasse die Beeren ca. 20 Minuten einweichen. 

 

Währenddessen mixt ihr die Haferflocken, das Erdmandel- und Buchweizenmehl und den gepufften Amaranth in einer grossen Schüssel.

 

Wenn ihr einen Hochleistungsmixer habt, der auch raffeln kann, dann raffelt die Karotte in der Maschine so klein es geht. Ansonsten raffelt ihr sie nun einfach von Hand fein. Anschliessend die Maulbeeren abgiessen – die Flüssigkeit auffangen! – und gebt sie gemeinsam mit den geschälten Hanfsamen, dem Kokosöl und dem Ahornsirup zu den Rüebli.

 

Alles zusammen noch einmal in der Küchenmaschine gut mixen oder sonst mit dem Handmixer zu einer möglichst homogenen Masse verarbeiten. Jetzt könnt ihr die Maulbeer-Sirupmasse zu dem Mehl geben und das Ganze gut von Hand durchkneten. Gebt von der Maulbeer-Flüssigkeit hinzu, wenn der Teig noch etwas zu trocken sein sollte.

 

Anschliessend forme ich etwa Tischtennisball-grosse Bällchen, die ich dann zu Cookies flach drücke. Ihr könnt den Teig natürlich aber auch auswallen. Dazu legt ihr ihn am besten zwischen zwei Streifen Frischhaltefolie. Anschliessend einfach mit den Förmchen eurer Wahl ausstechen. Die Cookies oder Plätzchen kommen je nach Dicke etwa 15 Minuten bei 150 Grad Umluft in den Ofen. 

 

Ich wünsche gutes Backen und freue mich, wenn ihr die Endresultate auf Instagram mit mir teilt!