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Selbstgemachtes Bärlauchsalz // Hexenzwiebel als Würze im Frühling

Dieses Rezept ist ratzfatz gemacht, macht aus jedem Essen ein Geschmackserlebnis und eignet sich auch super zum verschenken.

Entweder man liebt ihn – oder man hasst ihn: Den Bärlauch. Dieses Heilkraut ist auch wirklich kein dezentes Kerlchen. Nicht nur beim Zubereiten riecht die ganze Küche ziemlich würzig, auch nach dem Verzehr, sollte man sich gründlich die Zähne putzen. Zumindest wenn man noch wichtigen Besuch erwartet. 

 

Ich liebe Bärlauch! Meine Mutter macht ein irrsinnig gutes Bärlauchpesto. Noch heute bringt sie mir und meiner Schwester ein Glas frisches Pesto mit, dessen Lebenszeit in meinem Kühlschrank jeweils sehr beschränkt ist. Für mich kann es deshalb nicht genug nach Bärlauch duften. Deshalb habe ich mir überlegt, aus dem Bärlauch ein Salz herzustellen, dass ich zu verschiedensten Gerichten verwende. 

 

Bärlauch wächst bei uns als eine der ersten Frühlingspflanzen. Auch in der Stadt gibt es einige Orte, an denen das Kraut gut gedeiht und überall aus der Erde spriesst. Allerdings sollte man etwas vorsichtig sein, denn Bärlauch sieht den giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen ziemlich ähnlich. Wenn du sicher sein willst, dass du zum richtigen Kraut gegriffen hast, kannst du einfach ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben und daran riechen. Der Bärlauchduft ist unverkennbar. 

 

 

 

 

 

Man sagt ja, dass die Natur gegen jedes Leid ein Kraut hat wachsen lassen. So hilft der Bärlauch dabei, die Blutgefässe zu reinigen und wirkt gegen Arteriosklerose. Nicht umsonst wird er auch Hexenzwiebel genannt. Bärlauch hilft daneben auch bei Verdauungsproblemen, senkt den Cholesterinspiegel und Bluthochdruck. Nun kommt das grosse Aber: Wenn man Bärlauch trocknet verliert er einen Grossteil seiner Heilkraft. Wer den Bärlauch medizinisch nutzen möchte, sollte deshalb lieber ein Bärlauchpesto zubereiten. Mein Bärlauchsalz ist vor allem dazu da, verschiedenen Gerichten die passende Würze zu verleihen.

 

Du brauchst:

 

  • Eine Hand voll Bärlauch
  • Eine 3/4 Tasse grobkörniges Salz
  • Ein Gefäss für dein Salz

 

So geht's:

 

  1. Wasche den Bärlauch gut. Tropfe ihn ab. Du kannst ihn auch auf etwas Küchenpapier geben.
  2. Gib nun den Bärlauch in einen Food Processor. Gib nun auch das Salz dazu. Mixe beides gründlich durch, sodass eine dicke Paste entsteht. 
  3. Gib die grüne Bärlauch-Salz-Paste nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und verstreiche die Masse, damit sie möglichst gleichmässig trocknen kann.
  4. Am besten stellst du das Blech nun für etwa zwei Tage an einen hellen Ort. Rühre die Bärlauch-Salzmasse immer wieder um. Wenn du nicht so lange warten möchtest, kannst du deinen Backofen auch auf 50 Grad Umluft stellen und dein Salz im Ofen trocknen. Klemm dazu einen Kochlöffel in die Herdöffnung, dass die Flüssigkeit abziehen kann. Rühre auch hier immer wieder durch. Nach etwa 3 Stunden sollte das Salz ganz trocken sein.
  5. Gib das Salz nun noch einmal in den gereinigten Food Processor. Mixe das Salz so fein, wie du es haben möchtest.

 

Tipp: das Salz schmeckt hervorragend über Kartoffeln.